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Wie Frauen zum Mond stehen.

Gedanken über eine tiefgreifende Beziehung.

Es ist kaum zu übersehen, dass sowohl die Mondphasen als auch ein durchschnittlicher Menstruationszyklus 28 Tage dauern. Der Begriff „Menstruation“ leitet sich von der lateinischen Mensis ab, was Monat bedeutet, und verbindet sich mit dem griechischen Wort mene, was Mond bedeutet. Auch das altenglischen Wort für Menstruation, monaðblot, was „Monatsblut“ bedeutet, erzählt viel. Im Laufe der Geschichte und in verschiedenen Kulturen gab es Rituale und Praktiken, um diese faszinierende Beziehung zwischen dem Menstruationszyklus der Frauen und dem Mond zu feiern und zu würdigen. Und das zu Recht! In der traditionellen Praxis der Ojibwe-Kultur (USA) verbrachten Frauen aus der Gemeinde während der Menstruation Zeit in einer abgelegenen „Mondhütte“. Ojibwe-Frauen nahmen sich Zeit, um über ihre wichtigen Rollen in der Gemeinde nachzudenken und eine wohlverdiente Pause einzulegen, um sich auszuruhen und aufzutanken.
Erfahre hier alles darüber, wie Frauen zum Mond stehen.

Wie Frauen zum Mondstehen. Blogbeitrag über die Menstruation und den Mundzyklus.
Wie Frauen zum Mondstehen. Blogbeitrag über die Menstruation und den Mundzyklus.

Der Mond, Dein Zyklus und Du.​

Dass der Mond vier Phasen durchläuft, ist uns allen bekannt. Neumond, zunehmender Mond, Vollmond, abnehmender Mond. Auch der weibliche Zyklus durchläuft diese vier Phasen. Wenn wir sehen, wie sich die Form des Mondes ändert, erleben wir im Körper eine ähnliche Veränderung – von Monat zu Monat.

Unabhängig davon, wie die Korrelation zwischen den Mondphasen und den Menstruationsstadien dargestellt wird, besteht die Hauptidee darin, die verschiedenen Phasen unseres monatlichen Zyklus zu berücksichtigen und zu beobachten. Es geht darum, sich mit dem Mond zu verbinden und die Veränderungen anzunehmen, die ganz natürlich im weiblichen Körper auftreten.

Die erste Blutung sollte gefeiert werden!

Während ich begann mich mit diesem Thema auseinander zu setzen, habe ich auch meine Vergangenheit diesbezüglich reflektiert. An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ich hier niemandem einen Vorwurf machen möchte! Das einzige was ich schildern möchte, ist meine Wahrnehmung und Erinnerung.

Was passiert “da unten”?

Für mich war die Menstruation ein Thema, das Scham, Verlegenheit, Verwirrung – schlicht Unsicherheit mit sich brachte. Ich selbst wusste nichts darüber, als ich zum ersten Mal davon hörte.

Ich erinnere mich noch gut, als es in der 6. Klasse auf einmal hieß „… hat ihre Tage!“ Alle waren aufgeregt, es lag Wichtigkeit und Bedeutungsvolles im Raum. Ich selbst wusste nicht, was das hieß und traute mich auch nicht (mir die Blöße zu geben), danach zu fragen. Ich tat als wüsste ich, worüber die ganze Klasse sprach.
Zuhause angekommen, fragte ich nicht meine Mutter, sondern meine Schwester, worum es da heute in der Schule ging. An ihre Erklärung als solche erinnere ich mich nicht mehr, ich weiß nur, dass sie mir sagte, Frauen würden ein mal im Monat eine Woche „da unten“ bluten. Das führte in mir natürlich zu noch mehr Fragen… Die ich, wieder aus Scham, für mich behielt. Heute, Jahre später, hänge ich das Thema der Menstruation familiär noch immer nicht an die große Glocke, kann aber, normal und natürlich darüber sprechen.

Wir müssen funktionieren. Müssen wir das?

Für mich fühlte (und hörte) es sich, in dieser patriarchischen Welt, lange wie eine wehmütige Ausrede an, wenn Frauen, ihre Periode als Grund nannte, etwas nicht tun zu können. Doch wie wunderbar und wertvoll genau solche Aussagen und Handlungen sind, wie wichtig es ist, der Menstruation wieder Heiligkeit und Raum zu geben, damit letztlich alle daraus schöpfen können, verstehe ich es heut vollkommen. Erst in den letzten Jahren habe ich mich, inspiriert durch verschiedene Personen, Bücher und durch meine Intuition, ein Vertrauen und ein Wissen, dass da noch mehr sein muss, dieser Thematik bewusst geöffnet und seither hat sich so viel in mir verändert.
Für mich ist die Periode das mächtigste Werkzeug, das wir Frauen in uns tragen, das uns aber als hinderlich und schwach vermittelt wird. Doch diese uns Frauen innewohnenden Energien dürfen, ja müssen sogar, hinaus in diese Welt. Jede Einzelne ist sonst in Disbalance. Jede Einzelne kommt nicht, kommt NIE, in ihre Kraft.

Gastgeberinnen für Leben und Tod.

Der Körper einer Frau ist ein komplexes System mit sich ständig verändernden Stimmungen und Energien. Frauen speichern emotionale Tiefe und Weisheit in ihrem Körper. Sie sind, Monat für Monat, Gastgeberin für Leben und Tod. Frauen sind ein Kanal für Geburt und kreative Energie. Und doch erkennen so viele Frauen die Heiligkeit ihres eigenen Blutes nicht an. Beschreiben es als ekelhaft auch nur darüber zu reden.
Denk’ darüber nach – wenn wir einen natürlichen, schönen und heiligen Aspekt unseres eigenen Wesens als schmutzig oder als etwas zum Verstecken assoziieren, was erzählen wir uns dann über unseren Körper? Über uns selbst? Über unsere Würdigkeit in der Welt als Frauen? 

Zu verstehen und zu schätzen, was unser Körper für uns tut, ist befreiend.

Wenn wir also unsere Beziehung zu unserem Zyklus anerkennen, verbessern wir die Beziehung zu uns selbst und geben unseren Töchtern und Söhnen eine gesündere innere Stimme darüber, was es bedeutet, eine blutende Frau zu sein.

Befreie Dich von den gesellschaftlichen Ketten!

Wenn eine Frau auf ihren Zyklus achtet, befreit sie sich weiter von den Ketten einer patriarchischen Gesellschaft, die die Sanftheit der weiblichen Energie aufgegeben hat. Sie fordert ihr Recht zurück, sich von Woche zu Woche entschuldigungslos um die Wünsche ihres Körpers zu kümmern.

Wenn Du Stimmungsschwankungen, Wünsche und Bedürfnisse versteht, has Du mehr Kontrolle über Dein eigenes Leben. Du kennst Dich. Anstatt das Gefühl zu haben, von einem unvorhersehbaren Sturm übermannt zu werden, bist Du Dir selbst bewusst und in der Lage, mit mehr Selbstvertrauen und Anmut durch das stürmische Wasser zu navigieren. Das ist es, wie Frauen zum Mond stehen!
In einer Woche möchtest Du vielleicht Kontakte knüpfen, in der nächsten brauchst Du Raum für Dich. Die Reise einer ermächtigten Frau beinhaltet zu lernen, Deinen Zyklus zu lieben, anstatt Deine Kraft zu leugnen. Denn Dein Zyklus hat Kraft, egal ob Du Dich entscheidest, diese Wahrheit anzunehmen oder nicht.

Sieh es gelassen und nimm es an.

Lasse Dich nicht entmutigen, wenn Dein Zyklus unregelmäßig ist oder bestimmte Phasen länger als der Durchschnitt ist. Nimm es an, wie es ist. Dein Körper ist stark und tief mit der Natur verbunden, gerade wenn ein Wandel im Gange ist. Daher: Nutze diese Infos als Leitfaden für den Aufbau einer starken Beziehung zu Deinem Körper. Wenn Du die Energien und Zeichen jeder Phase verstehst, kannst Du Dich darauf einstellen und spüren, wo Du Dich gerade befinden, auch wenn es jeden Monat anders ist.


Du erhältst hier in den kommenden Wochen und Monaten wertvolle Tipps zu Deinen eigenen inneren Jahreszeiten, was Du in der jeweiligen Zeit beachten solltest und wie Du Dich weiter auf die Reise zu Dir selbst begibst.

Lerne Dich und Deinen Zyklus kennen – eine Menstruationspraxis, die die Kraft des Zyklus feiert, bringt uns Frauen näher zu uns selbst und zu einander, sodass es schließlich heißt Ich, der Mond und mein Zyklus! Gern kannst Du hierfür eines meiner Journaling-Sets nutzen, um Dich und Deinen Zyklus besser zu beobachten und alles festzuhalten.


Hast Du bereits eigene Erfahrungen zur tiefen Verbindung mit dem Mond gemacht? Teile sie gern in den Kommentaren.


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